Glassback – Your Misery

Atmosphärische Riffs erlauben das Abtauchen in dunkle Erinnerungen, die von positiven Farbklecksen überdeckt worden sind. Übermalt, bis zur Unkenntlichkeit versucht, gut zu reden – bis schließlich die zweiunddreißigste Chance diejenige ist, die das Fass zum Überlaufen bringt. Auch wenn der Song atmosphärisch wie auf einer Drohnenfahrt über entfernte Täler fliegt, ermöglicht er doch einen Blick dahin, wo sich das Herz befindet. Zoom statt Weitwinkel. Und das, ohne groß mit Details schmücken oder gar eine ganze Geschichte erzählen zu müssen. Die Zeilen stehen für sich und können in vor sich hin schwebenden Melodien auf die ganz eigene Situation gemünzt werden. Können es sich leisten, sekundenlang zu schweigen und stattdessen den Instrumenten ihren Raum zu geben, um wehklagend von dem zu erzählen, was jetzt Teil der Vergangenheit ist. Innerhalb von einer Woche entstanden Song und Video zu „Your Misery“, nachdem der eigentlich eingeplante Track verworfen wurde. Vor pinker Leinwand performen Glassback im Wohnzimmer ihres Sängers ihre zweitjüngste Single, die sich in ihrem Gesang erstaunlich viel Zeit nimmt. Zeit für angestauten Frust und in den Tiefen verstaute Euphorie.

Beitragsbild: (c) Melanie Krause

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